
Tortendiagramme sind von gestern, Kästchen sind in. Die Darstellung Prozentualer Anteile in einem 10×10 Raster ist nichts neues, aber bisher hat man sie eher selten gesehen. Irgend etwas scheint aber wohl passiert zu sein, denn sowohl die New York Times als auch Wired sind plötzlich auf den rechteckigen Geschmack gekommen. Wired nennt ihre Darstellung sogar liebevoll »Infoporn« (siehe URL).

An sich finde ich die Repräsentation von 100% in einem Raster von zehn auf zehn Kästchen sinnvoll, denn sie liegt nahe, doch sind meiner Ansicht nach beide Versionen nicht so gut gelungen, wie sie gelingen hätten können.
Wired hätte sich in dem Fall sicher besser für eine lineare Aufteilung in Balkenform entschieden, wenn es schon um so viele Einteilungen geht. Das Vergleichen der Größen von unförmigen eckigen Flächen ist gerade bei dieser Anzahl fast unzumutbar.

Das große weiße Loch bei der New York Times hingegen soll wohl die Enthaltungen darstellen. Die Schichtung verwirrt.
Sehr gelungen hingegen finde ich dieses Diagramm der business week. Der Kontext zum Inhalt ist gegeben, die Repräsentation der Daten ist sauber und eindeutig und es macht schwer was her. Dahinter steckt Arno Ghelfi, ein schweizer Designer in San Francisco — jemand, auf den ich definitiv ein Auge halten werde.
Meine Meinung zum Blockdiagramm: Die Form gefällt mir, sie muss nur sinnvoll eingesetzt werden. Hat man keinen Grund außer, dass es gut aussieht, kann man sich auch etwas anderes suchen.
(via Anil Dash)