design crime (blog)

Bonsaidichtung

Montag, 10.05.2010 um 22:04 von Peter Marquardt

Bonsai, Bonsai, oller Baum,
Bist aus Kleinholz, nicht aus Schaum.
Stündst du schaumig auf der Flur,
Wärste vielleicht nicht so stur.

Bambusstäbchen, Puppensäbel,
Messer, Gabeln, Storchenschnäbel
Eignen sich dank ihrer Länge
gut für Zwergenzeltgestänge.

Bonsaibaum du kleiner Wicht,
Fürchte dich vor Bibern nicht.
Rein statistisch mag der Biber
Große Bäume deutlich lieber.

Nachtigall ick hör dir trapsen,
Bunt lackiert mit roten Strapsen,
Hast du einen Weg gefunden,
Diesen Zwerg hier zu verwunden?

Wie kann's sein muss man sich fragen
Wird ein Zwerg vom Baum erschlagen?
Schlief so friedlich da im Zelt,
Zack, schon ist er aus der Welt.

Heute bracht die Nachtigalle
Ihren Zuhälter zu Falle.
Drückte sich um die Verträge
Mit der Spielzeugkettensäge.

Die Moral von der Geschicht:
Traue niemals Zwergen nicht.
Sie sind schattige Gesellen
Und kassieren in Bordellen.

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Die Deutsche Bahn ist full of FAIL! Aber so richtig.

Dienstag, 02.03.2010 um 21:45 von Peter Marquardt

Heute ist mir was unglaubliches passiert!

Damit die ganze Geschichte noch weniger Sinn ergibt, hier die kurze Vorgeschichte:

Am 22. Dezember wollte ich für Weihnachten zu meinen Eltern nach Hause fahren. Da ich kein Auto habe nehme ich dafür immer den Zug, und um Zug zu fahren braucht man einen Fahrschein. Jetzt gibt es ja schon lange das Onlineticket, welches ich normal verwende, aber im DB-App fürs iPhone habe ich die Möglichkeit entdeckt, ein Handyticket zu buchen. Da ich das noch nie gemacht hatte wurde das natürlich sofort ausprobiert. Das war am 21. Dezember abends kurz vor neun.

Am nächsten Tag kam es im ersten Zug allerdings gleich zu Problemen. Der Bahnangestellte, der die Tickets kontrollierte kannte kein Handyticket. Ich habe lang und breit mit ihm diskutiert, er hat es aber nicht als Gültig akzeptiert und mir eine Strafe aufgebrummt. In den folgenden zwei Zügen hatten beide Schaffner keinerlei Probleme, das Ticket zu überprüfen, die eine Schaffnerin meinte als ich ihr das erzählte sogar dass es sowas ja gar nicht gibt und der Kollege solle mal seine Vorschriften lesen, das gäbe es nämlich schon seit über einem Jahr.

So weit so gut, ich habe sofort nach meiner Ankunft an die Fahrpreisnacherhebungs-Abteiliung der Bahn über deren Website geschrieben, habe alles erklärt, Screenshots meines Handytickets angehängt, und habe danach die Sache erst mal vergessen.

Jetzt kommen wir aber erst zum saftigen Teil der Geschichte, der sich heute in meinem Briefkasten fand. Wir schreiben den zweiten März, über zwei Monate nach dem Geschehen mit dem Handyticket. Ich komme nach Hause, öffne meinen Briefkasten und habe einen Brief der Deutschen Bahn in der Hand. »Natürlich«, denke ich, »das ist das Schreiben, in dem sie sich entschuldigen, vielleicht dem Kollegen aus dem ersten Zug ein paar auf die Finger gegeben haben, und mir einen Gutschein für eine kostenlose Fahrt übersenden.«

Denkste. Das Schreiben liest sich ganz anders. Kurz zusammengefasst:

Sie haben meinen Sachverhalt mit der Fahrt am 22.12.2009 eingehend geprüft und haben mir folgendes mitzuteilen. Entsprechend der Beförderungsbedingungen muss jeder Fahrgast vor Antritt der Reise ein gültiges Ticket lösen, es für die Dauer der Fahrt mit sich führen. Im vorliegenden Fall konnte bei der Fahrkartenkontrolle keine Fahrkarte vorgezeigt werden.

Da musste ich dann erst mal schlucken. Ich habe sehr wohl eine Fahrkarte vorgezeigt, die ich am Vortag gelöst hatte. Der Schaffner konnte sie nur nicht überprüfen, weil er seine Vorschriften nicht kannte. Aber gut, weiter im Text:

Sie bitten mich um Verständnis dafür, dass sie aus Gründen der Gleichbehandlung aller Fahrgäste keine Ausnahme bei mir machen können. Unabhängig davon möchten sie mir aber entgegen kommen und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht die Forderung auf EUR 0,00 ermäßigen. Diesen Betrag (von null Komma null null Euro) soll ich bis 11.03.2010 unter Angabe des Aktenzeichens überweisen. Sie bedanken sich für eine fristgerechte Behandlung.

Als Anlage haben sie brav ein Überweisungsformular beigelegt.

Ich weiß gar nicht, wegen welcher dieser Aussagen ich mir am härtesten mit der Hand ins Gesicht klatschen will. Ich versuche jetzt spaßeshalber mal, ob ich eine 0-Euro-Überweisung durch meine Bankingsoftware bekomme, ansonsten bin ich ja mal echt gespannt, ob ich über die 0,00 Euro dann irgendwann eine Mahnung bekomme, am besten gleich mit Rechtsanwaltkosten, ne?

Sachen gibts!

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Es macht und tut …

Freitag, 12.02.2010 um 18:02 von Peter Marquardt

… und am Ende kommt vielleicht mal eine halbwegs anständige Webseite dabei raus. Anders sieht sie jedenfalls schon mal aus. Vielleicht ist ja das der lang ersehnte Schnitt, den ich brauche, damit hier mal Leben in die Bude kommt.

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Pläne für die Zukunft

Sonntag, 15.03.2009 um 22:02 von Peter Marquardt

Ich habe es geschafft: Mein Abschluss liegt hinter mir. Ich bin jetzt ein fertigstudierter Grafik-Designer.

Jetzt müssen einige Dinge passieren, da ich ja jetzt wieder Zeit und Elan aufbringen kann, die vorher in rauen Mengen in mein Studium einfließen mussten.

Erstens möchte ich die Abschlussarbeit fertig aufpolieren. Dazu zu gegebener Zeit mehr. Zweitens soll dieses Blog wieder mit Designbeobachtungen bestückt werden, wenn sich etwas ergibt. Drittens habe ich ja auch einen Podcast, der vielleicht mal wieder die ein oder andere Folge vertragen könnte. Außerdem stehen noch ein paar private Projekte an, zu denen ich nichts sagen will.

Dieser Eintrag soll nun euch und mir selbst meinen guten Willen demonstrieren. Das Studium ist vorbei, die Arbeit wird weniger und ich will mich bessern. Wirklich.

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DVNO und Scanimate

Sonntag, 16.03.2008 um 07:28 von Peter Marquardt

Die französische Musikgruppe Justice hat ja schon mehr als einmal mit ihren Musikvideos grafisches Geschick bewiesen. Man erinnere sich an das Video zu D.A.N.C.E. im Siebdrucklook.

Jetzt schlagen Justice wieder zu, und zwar mit Parodien auf alte Senderlogos und dergleichen, die hauptsächlich Amerikanern bekannt vorkommen dürften. Ich nehme an, dass ein Grund dafür war, Justice in den USA bekannter zu machen. Aber auch wenn man die Originalanimationen nicht kennt, ist das Video definitiv einen Blick wert.


Justice ›DVNO‹ music video from Aske Pedersen on Vimeo.

Die Technologie, die den Original-Animationen zugrunde liegt nennt sich »Scanimate« und ist ein analoges Computersystem aus den späten 60ern. Es gab davon weltweit nur acht Systeme, trotzdem verbinden wir den Look problemlos mit den 70ern.

Ich finde Faszinierend, wie SO-ME, der Macher des Videos, die Technologie von damals mit heutigen Mitteln reproduziert hat. Das ist in meiner Erfahrung eine weitaus schwierigere Aufgabe, als etwas zeitgemäß aussehen zu lassen.

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Make My Logo Bigger Cream

Samstag, 16.02.2008 um 11:31 von Peter Marquardt

Es ist schon ein bisschen älter, aber ich habe gerade festgestellt, dass viele es doch noch nicht kennen. Schade eigentlich, dabei ist es so ein sinnvolles Produkt!

Eine Tube Make My Logo Bigger Cream

Die »Make My Logo Bigger Cream« macht mühevolle Diskussionen mit dem Designer unnötig

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1-2-3 Frites for President

Dienstag, 29.01.2008 um 23:03 von Peter Marquardt

In Amerika wird heftig wahlgekämpft und wir hier in Deutschland kriegen davon nichts mit. Hier und da mal ein Fernsehbericht, aber das wars dann auch. Nur der aufmerksame und internetaffine Designer hat die Analyse der Schriftzüge der Präsidentschaftskandidaten vielleicht verfolgt.

Das Logo des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten McCain neben dem Logo der Lebensmittelfirma mit demselben Namen

Ein Logo ist mir dabei besonders ins Auge gestochen. Das von Kandidat McCain, das wie ich sagen muss sehr nobel daher kommt. Nur die Farbgebung und der Stern… gabs da nicht mal eine Frittenfirma mit diesem Namen, deren Logo irgendwie so ähnlich aussah?

Meine Meinung ist, dass hier auf den Wiedererkennungswert gesetzt wird. Nicht unbedingt dass man es mit french— pardon, freedom fries verwechselt, aber dass man denkt »he, kenn ich das nicht?« und die Marke so aufgewertet wird.

…aber vielleicht bin ich auch nur paranoid.

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Nostradamus Pantone

Montag, 15.10.2007 um 02:44 von Peter Marquardt
Vorgeschmack auf die Frühlingsfarben 2008

Pantone spielt das Orakel und sieht die Farben für das Frühjahr 2008 in ihrer rotsilbernen Zukunftsbox. Man bekommt eine Übersicht mit interessanten Illustrationen auf Pantones Website als PDF.

Die Farben heißen im Einzelnen:

  • Golden Olive
  • Spring Crocus
  • Rococco Red
  • Pink Mist
  • Croissant
  • Freesia
  • Cantaloupe
  • Daiquiri Green
  • Snorkel Blue
  • Silver Gray

Diese kryptischen, fast Nostradamesken Farbnamen kann man im PDF in Aktion sehen. Ob das wirklich die Frühlingsfarben werden bleibt abzuwarten. Ich setze mich so lange jedenfalls mit meinem grünen Daiquiri mit der goldenen Olive an den Strand, beobachte die blauen Schnorchel und esse Croissants mit Honigmelone. Einfallsreich sind die Farbnamen ja allemal.

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Durchschaut!

Mittwoch, 26.09.2007 um 13:15 von Peter Marquardt

Das Schild eines Afromarkt bei Tag und bei Nacht

Dieses Werschild gibt es in der Stühlingerstraße in Freiburg.

Solche Leute bedrucken auch Overhead-Folien doppelseitig, oder?

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Denken wie ein Hund

Samstag, 22.09.2007 um 22:36 von Peter Marquardt

Ein Flussdiagramm, das zeigt, wie die Gedanken eines Hundes verlaufen.

Also wenn das nicht das goldigste Diagramm weit und breit ist… Ich habe mir die Freiheit genommen, das Flussdiagramm von Khoi Vinh »Think like a Dog« ins Deutsche zu übersetzen.

(via swissmiss)

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Wacom aufgewertet

Mittwoch, 19.09.2007 um 12:13 von Peter Marquardt

In letzter Zeit komme ich zu wenig, aber der hier muss sein:

Besitzer eines Wacom-Tabletts sollten mal auf der neuen Wacom-Seite vorbei schauen und sich die neusten Treiber holen. Als ich auf meinem neuen Rechner mein Intuos 3 frisch installieren wollte fiel mir auf, dass es seit etwas über einer Woche eine neue Treiberversion gib, und sie kann was, verglichen mit der Originalversion auf der mitgelieferten CD.

Knöpfen an Stift und Tablett können jetzt noch mehr Funktionen zugewiesen werden, so kann man jetzt z.B. direkt mit dem Stift scrollen, die Anwendung wechseln, den Druckpunkt oder einen Click fixieren …usw. Das Update gibt es soweit ich weiß für Cintiq, Intuos, Graphire und Volito.

Besonders das Stiftscrollen finde ich hervorragend. Funktioniert in den meisten Anwendungen wie das Hand-Werkzeug in den Adobe-Produkten. Da fühlt man sich ja fast schon wie am iPhone.

Ach ja, seit wann hat denn Wacom eigentlich ein neues Logo? Und was ist dieses komische hässliche ding unten rechts, wenn man auf Wacom worldwide geht?

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Typokinese

Sonntag, 02.09.2007 um 07:07 von Peter Marquardt

Nach Flickermood und Pulp Fiction in Motion hier noch drei weitere schöne Beispiele kinetischer Typographie:

»The digital playground of those who were born with the holy gift of pixelmoving«

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Pixelmoving

Sonntag, 02.09.2007 um 06:11 von Peter Marquardt

Ausschnitt eines Standbildes aus Flickermood

Ich bin verliebt! Flickermood ist ohne Zweifel die beste Typo-Animation, die ich je gesehen habe, noch vor Pulp Fiction in Motion. Und wer hat's erfunden? Die Freiburger. Ich bin stolz.

(via Page online)

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Grandioses Logodesign

Sonntag, 02.09.2007 um 05:44 von Peter Marquardt

Kein Kommentar.

Das Schild einer urologischen Gemeinschaftspraxis mit einem unbeschreiblichen Logo

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Zeitlos

Dienstag, 21.08.2007 um 09:01 von Peter Marquardt

Heutzutage gibt es die wildesten und auffälligsten Uhren, und sie können immer mehr und mehr. Entgegen dem gängigen Trend ist diese Uhr von Ina Seifart — und das ist durchaus wörtlich zu nehmen — zeitlos.

Ein Armband, das aus einem Uhrarmband besteht. Wo normal das Uhrgehäuse ist befindet sich nur ein Metallrahmen

(via swissmiss)

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Tofu in Spalten

Montag, 20.08.2007 um 15:13 von Peter Marquardt

Das Fenster von Tofu mit der Spaltendarstellung

Das Programm Tofu für den Mac löst einige der Probleme, denen wir Tag für Tag beim Lesen am Bildschirm über den Weg laufen: Zeilenlängen werden durch die Darstellung in Spalten gekappt und die Höhe des Fensters bestimmt die der Spalten, man scrollt also einfach nach rechts. Absätze werden häppchenweise durch Leerzeilen getrennt, man kann einfach durch Tippen eines Wortes im Text suchen und sogar durch Sprachbefehle navigieren. Jetzt müssen sie nur noch die Schusterjungen und Hurenkinder in den Griff kriegen, und evtl. das direkte Aufrufen von Webseiten zulassen. Der Blocksatz überzeugt mich auch noch nicht so ganz.

Sobald ich wieder daheim bin, werde ich das Programm mal auf Herz und Nieren testen. Danke aber schonmal für den Fingerzeig, Chris, schaut ja sehr interessant aus.

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Fehlgeleitet

Freitag, 17.08.2007 um 02:08 von Peter Marquardt

Vorletztes Wochenende war ich ja wie bereits erwähnt in Berlin. Die Gelegenheit dazu gab mir eine Schulung für meinen Nebenjob, der mich im Studium mit Geld versorgt. Mit dabei war Michael — Freund, Mitstudent und Arbeitskollege. Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg war unser Verbindungspunkt zu Berlin. Das Besondere ist, dass der Flughafen von der Schweiz und Frankreich gemeinsam betrieben wird, und das war vielleicht auch der Grund für das merkwürdige Leitsystem.

Ein Schild neben einer Rolltreppe, das den Weg auf eine große Glasfront weist

Was sich der Designer dabei gedacht hat kann ich nicht sagen, aber für meine Seh- und »Leit-gewohnheiten« zeigen nach oben gerichtete Pfeile jedenfalls immer geradeaus — hier also geradewegs in die Glasfront. Dass wir tatsächlich nach rechts die Treppe hinauf müssen schlossen wir nur daraus, dass die meisten Menschen beim Gehen durch Glas erheblichen Sachschaden verursachen. mit dem Punkt unter den Pfeilen haben wir erst gar nicht versucht, etwas anzufangen.

Irgendwann kamen wir auf den Dreh: Pfeil aufwärts heißt »ein Stockwerk nach oben«, egal in welche Richtung man nun dazu gehen muss, Pfeil abwärts heißt wahlweise »ein Stockwerk runter« oder aber »geradeaus«. Pfeile rechts und links waren wie gewohnt Bewegungsrichtungen. Dieses wirre Mischmasch aus Laufrichtungen und Ebenen machte sich besonders auf der Suche nach einer Toilette bemerkbar, bei der wir nicht so recht wussten ob sie nun vorne oder unten zu finden sei, besonders weil das Schild senkrecht zu einem Aufzug aufgehängt war.

Wir haben dann schließlich die Toilette und das Gate doch noch gefunden, aber ehrlichgesagt sind wir immer wieder ein wenig ziellos durch die Gegend geirrt. Die Sicherheitskontrolle hatten wir eher zufällig gesehen, eigentlich wären wir noch ein Stockwerk weiter nach oben gegangen. Mich würde sehr interessieren wer dieses Leitsystem konzipiert und umgesetzt hat, wie er darauf kam und ob er es jemals an der internationalen Besucherschaft des Flughafens getestet hat. Ich bleibe jedenfalls dabei: Pfeil nach oben heißt vorwärts.

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Der intime Kreis der BBC

Mittwoch, 15.08.2007 um 08:54 von Peter Marquardt
Das neue BBC America Logo

Erst im Januar hatte der britische, in den USA ausgestrahlte Fernsehsender BBC America sein Redesign gekonnt mit einem brandneuen Signet besiegelt. Jetzt zieht BBC Radio in Großbritannien nach; Seit dieser Woche gibt es auch für die zehn Hauptsender neue Logos.

Folgend: fünf der alten Logos, drunter die neuen vereinheitlichten Hauptsenderlogos.

Die alten und neuen Senderlogos der BBC Radio Sender

Ausgangspunkt war offensichtlich das alte Logo von BBC Radio 1, auf dessen Kreisform und Typo aufgebaut wurde.

Das BBC Prime Logo

Da sich die Kreisform nun durch die Radiosender zieht, aber auch BBC America und BBC Prime als Fernsehsender schon den Kreis gesehen haben frage ich mich, ob vielleicht bald auch im Fernsehen die BBC Senderlogos generalüberholt werden. Momentan sind alle ›mehr oder weniger‹ typographisch, verfolgen aber alle ihre eigenen Spuren, vor allem in bildfüllenden Sendergrafiken.

Ich glaube man darf gespannt bleiben.

(via Design Tagebuch)

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Erhabener Schatten

Sonntag, 12.08.2007 um 21:04 von Peter Marquardt

Um der Reihe mit Schildern, Licht und Schatten ein Ende zu setzen schauen wir uns gemeinsam einen Negativbeispiel an, das mir direkt neben der Aprikose ins Auge stach… oder besser gesagt es nicht schaffte, mir ins Auge zu stechen bis irgendwann die Sonne schien.

das Ahavaschild ohne und mit Schatten der Sonne

Der filigrane Slogan »Essential Dead Sea Treatment« der Firma Ahava hat so einen geringen Kontrast zur Hauswand und wird durch die ihn haltenden Stangen so sehr gestört, dass man erst bei Sonnenschein lesen kann, was da denn eigentlich steht. Dummerweise lässt sich der Schatten wesentlich besser lesen als die eigentlichen Lettern. Da sollte man sich doch mal Gedanken machen, ob die Farben bei der Beschilderung tatsächlich eingehalten werden müssen, ob so feine Formen hervortreten müssen und ob man den Slogan nicht am Glas darunter hätte anbringen können. Was hier passiert funktioniert einfach absolut nicht.

Nochmals danke an Michael für die Fotos. Nächstes Mal nehme ich doch die eigene Kamera mit.

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Der Kern der Aprikose

Sonntag, 12.08.2007 um 18:07 von Peter Marquardt

Wenn wir schon bei der Gestaltung von Marken sind, die als Leuchtschrift gut funktionieren bleiben wir doch gleich am Kurfürstendamm und schauen uns die Identität der Juweliersalons Aprikose — übrigens ein mutiger Name wie ich finde — genauer an, wieder in Form der einfarbigen Version, des Schildes bei Tag und des Schildes bei Nacht.

Die Identität der Aprikose

Schön ist die Kombination aus Beleuchtung der Fassade und Durchscheinen. Die meisten machen nur eins oder das andere.

Danke Michael für die ersten beiden Bilder.

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Gesammelter Stil

Sonntag, 12.08.2007 um 17:17 von Peter Marquardt

Nicht weit von der Erotikapotheke auf dem Kudamm in Berlin findet man ein Geschäft namens »COS«, Collection of Style, welches ein Tocherunternehmen von H&M ist und Edelmode zu niedrigen Preisen anbietet. Ich hatte davor noch nie davon gehört, aber das beleuchtete Schild hat es mir sofort angetan. Im Folgenden das einfarbige Logo, das Schild am Geschäft bei Tag und das selbe Schild nachts.

Das COS-Logo schwarz-weiß, als Schild und beleuchtet

Das Ergänzen der Buchstabenflächen funktioniert hervorragend, besonders bei Tag, wo man schon fast vermuten könnte es seien wirklich solide Buchstaben in der gleichen Farbe wie der Hintergrund. Dass es nur die Schlagschattenflächen sind macht sich die beleuchtete Version zu Nutze. Das einzige, was mich etwas stört, sind die am S nicht senkrecht abgeschnittenen Kanten am Anfang und Ende der Form. Trotzdem eine meiner Meinung nach gelungene und passende Marke, die hier von ihrer Umsetzung lebt.

Danke an Michael für das Foto bei Tag.

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Sexy Hustensaft

Sonntag, 12.08.2007 um 16:25 von Peter Marquardt

Ein rotweißes beleuchtetes Apothekenschild direkt neben dem Schild für einen Erotikstore in der selben Farbigkeit

Was man in Berlin alles findet… Ich kann nur raten, wer von beiden zuerst da war, die Apotheke oder der »erotic store«. Tatsache ist jedenfalls, dass ich diese Schilder so wie sie abgebildet sind in der Uhlandstraße, einer Seitenstraße des Kurfürstendamm in Berlin fotografiert habe.

Ein ausgebleichtes falsches A

Meine Vermutung ist folgende: Als die Erotikkette »erdbeermund« ihre Filiale in Berlin plante, gab es die Apotheke schon. Die Planer erkannten das Potential und hängten sich an die vorgegebene Farbigkeit der Apotheke. Der Bruch des corporate designs war es ihnen wert. Auf der Website von erdbeermund, die ihren Sitz in Mannheim haben, sieht man deutlich, dass die eigentliche Farbigkeit weniger rot sonder vielmehr pink ist.

Ob es sich wirklich so zugetragen hat weiß ich nicht, jedenfalls kann die Apotheke nicht schuld sein, denn das rote A ist so ziemlich der einzige gemeinsame Nenner unter den Apotheken, aber auch da nehmen sich wohl manche die Freiheit, selbst zu basteln. Das A rechts, gefunden in Freiburg in der Nähe des Bahnhofs, ist jedenfalls grottenfalsch.

Update: Betrachtet man sich die Bilder der erdbeermund-Filialen auf der Website genauer, ist wohl eher die Farbe des Internetauftritts falsch, denn pink sucht man in den Fotos vergeblich. Vielleicht also doch nur ein dummer Zufall? Lustig ist es trotzdem.

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Mahna Mahna

Freitag, 10.08.2007 um 22:10 von Peter Marquardt

Ich liebe das Internet für seine Fülle von nutzlosen Fakten. Über einen solchen bin ich vor ein paar Minuten auf der Suche nach ein paar Informationen gestolpert:

Das Lied Mahna Mahna, das man gemeinhin aus der Muppetshow kennt, stammt ursprünglich aus dem Soundtrack für einen italienischen Softcore-Porno (siehe Wikipedia).

Nun, da das wichtige gesagt wurde möchte ich noch anmerken, dass ich seit kurzem aus Berlin zurück bin und am Wochenende ein paar gestalterische Eindrücke aus der Hauptstadt aufbereiten werde. Außerdem werde ich versuchen, die Kommentarfunktion zu implementieren; den RSS-Feed gibt es ja inzwischen bereits in der Linkleiste unter jedem Eintrag.

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Type City

Sonntag, 05.08.2007 um 01:39 von Peter Marquardt

Eine aus Schrift aufgebaute Skyline, clever mit Papierstrukturen verbunden

Eine der tollsten Präsentationen von Schrift im Internet ist mit Sicherheit Type City von Veer. Die Idee, aus Typographie eine Stadt zu bauen wurde immer wieder umgesetzt und hat — zumindest in den mir bekannten Inkarnationen — nie richtig funktioniert. Das interaktive Erlebnis, das Veer hier bietet und die gekonnte Verbindung zur Textur machen Type City eine wirklich besuchenswerte Seite; kurzweilig und werbewirksam.

Wer alle Stationen bewundert hat wird mit hübschen Downloads belohnt.

(via Fontblog)

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Infoporn

Freitag, 03.08.2007 um 22:19 von Peter Marquardt

Tortendiagramme sind von gestern, Kästchen sind in. Die Darstellung Prozentualer Anteile in einem 10×10 Raster ist nichts neues, aber bisher hat man sie eher selten gesehen. Irgend etwas scheint aber wohl passiert zu sein, denn sowohl die New York Times als auch Wired sind plötzlich auf den rechteckigen Geschmack gekommen. Wired nennt ihre Darstellung sogar liebevoll »Infoporn« (siehe URL).

Zwei in Kästchen eingeteilte Repräsentationen Prozentualer Anteile

An sich finde ich die Repräsentation von 100% in einem Raster von zehn auf zehn Kästchen sinnvoll, denn sie liegt nahe, doch sind meiner Ansicht nach beide Versionen nicht so gut gelungen, wie sie gelingen hätten können.

Wired hätte sich in dem Fall sicher besser für eine lineare Aufteilung in Balkenform entschieden, wenn es schon um so viele Einteilungen geht. Das Vergleichen der Größen von unförmigen eckigen Flächen ist gerade bei dieser Anzahl fast unzumutbar.

Ein großes Blockdiagramm mit anschaulicher Untergliederung

Das große weiße Loch bei der New York Times hingegen soll wohl die Enthaltungen darstellen. Die Schichtung verwirrt.

Sehr gelungen hingegen finde ich dieses Diagramm der business week. Der Kontext zum Inhalt ist gegeben, die Repräsentation der Daten ist sauber und eindeutig und es macht schwer was her. Dahinter steckt Arno Ghelfi, ein schweizer Designer in San Francisco — jemand, auf den ich definitiv ein Auge halten werde.

Meine Meinung zum Blockdiagramm: Die Form gefällt mir, sie muss nur sinnvoll eingesetzt werden. Hat man keinen Grund außer, dass es gut aussieht, kann man sich auch etwas anderes suchen.

(via Anil Dash)

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Gestatten, ich heiße Peter…

Freitag, 03.08.2007 um 16:25 von Peter Marquardt

…und ich werde Sie auf Ihrer Reise durch dieses Blog begleiten. Es wird im allgemeinen um Design gehen und speziell um Dinge, die mir ins Auge fallen und gefallen. Bei negativen Punkten will ich immer versuchen, konstruktiv zu kritisieren, statt nur zu meckern.

Was mich qualifiziert, über Design zu schreiben? Eigentlich nichts. Ich studiere zwar Grafikdesign — bald im siebten Semester — aber im Grunde müssen Sie als Leser davon ausgehen, dass ich nichts weiß und frei von der Seele rede. Somit entziehe ich mich geschickt jeglicher gestalterischen Verantwortung. In Wirklichkeit versuche ich aber natürlich, mir Mühe zu geben. Versprochen.

Ich danke Ihnen für ihre Aufmerksamkeit und werde Sie ab sofort nicht mehr siezen, denn wir sind ja hier im Internet und ich bin nur Student.

Gruß
— Peter

P.S.: Entschuldigt bitte die noch fehlende Funktionalität, ich programmiere die Kommentarfunktion und den Feed schnellstmöglich nach.

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